Live Review

Ritchie Blackmore’s Rainbow – Live 17.06.2016 auf der Loreley

Rainbow Live Loreley 17. Juni 2016

Hunderttausende Fans fieberten auf diesen Moment hin: Der Gitarrist Ritchie Blackmore (71) würde den Mittelalter-Pop von Blackmore’s Night ruhen lassen und für drei Konzerte die 1970er Jahre Klassiker seiner Bands Deep Purple und Rainbow spielen.

Nach 19 Jahren war es am Freitag, 17. Juni 2016 soweit. Mit neuen Mitgliedern seiner einst legendären Band Rainbow bestieg Ritchie Blackmore die Bühne bei St. Goarshausen auf der Loreley. Und er hatte seine cremefarbene Fender Stratocaster dabei. Schaffte Blackmore es, seine Magie erneut heraufzubeschwören? Weiterlesen →

Review

Ray LaMontagne „Ouroboros“

Ray LaMontagne "Ouroboros"

Der US-Amerikaner Ray LaMontagne trägt Rauschebart und ist aktuell denkbar als Werbe-Gesicht für Tesla oder Jack Wolfskin. Doch der Mann belegt seit seinem Debut-Album „Trouble“ in 2004, dass er ein begnadeter Sänger und Songwriter ist – und bewirbt also sein eigenes Produkt.

Bei seinem Produktmanagement greift Ray LaMontagne auf eine Ära zurück, in der langes Haar noch politisches Statement war: Die End-1960er der Beatles, Cream, Pink Floyd und der Folk-Rocker Crosby, Stills, Nash & Young. Mit seinem neuen Album „Ouroboros“ belegt LaMontagne erneut sein Talent, aus Retro-Inspiration frische Folk-Psychedelia für die Hipster-Cafés dieser Welt zu zaubern. Und ja, wieder ist er da, dieser gehauchte Ray LaMontagne-Gesang. Weiterlesen →

Portrait

Colin Towns‘ Mask Orchestra

Colin Towns Portrait

Colin Towns ist einer der schillerndsten Musiker Englands. Seit den 1970ern komponiert er Filmmusik für Hollywood, war Keyboarder in den Heavy-Metal-Bands des Deep Purple Sängers Ian Gillan und führt seit den 1990ern mit seinem Mask Orchestra eine der hinreißendsten Big Bands weltweit.

Ich traf Colin Towns im Sommer 1998 zu einem mehrstündigen Gespräch im Kölner „Café Central“. Die Organisatoren des Jazzfest Berlin riefen kurz danach an, ob ich für ihr Programmheft im November 1998 ein Portrait über Towns beisteuern könnte. Hier folgt mein Portrait, nach 18 Jahren zum ersten Mal online verfügbar. Weiterlesen →

Interview

Brian Ales: „I’m a tüftler!“

Brian-Ales-Interview-1995

Der New Yorker Brian Ales ist Komponist, Toningenieur und Produzent. Anfang der 1990er Jahre zog er das Interesse von David Byrne und Bill Frisell auf sich.

Bill Frisell spielte 1992 auf Brian Ales Debut „Naivité“. Die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Bill Frisell führte Ende 1994 zur Veröffentlichung des Industrial & Poetry Albums „American Blood / Safety In Numbers“. Dies ist ein bisher unveröffentlichtes Interview, das ich 1995 mit Brian Ales in seinem Studio in New York City führte. Weiterlesen →

Review

„Hail Caesar!“ Soundtrack von Carter Burwell

Hail-Caesar-Soundtrack-Cover

Dass Joel und Ethan Coen für ihren neuen Film „Hail Caesar!“ auf Carter Burwell für die Filmmusik setzen würden, ist keine Überraschung.

Seit ihrem ersten Film „Blood Simple“ von 1984 über „Barton Fink“ (1991), „Fargo“ (1996), „Big Lebowksi“ (1998) bis hin zu „True Grit“ (2010) ist Carter Burwell für die Coen-Brüder fast ausnahmslos in jedem Filmwerk der Mann, der die passenden Songs recherchiert und Eigenkompositionen beisteuert, von denen die Coen-Brüder den Schnitt ihrer Filme oftmals abhängig machen, nicht wie üblich umgekehrt. Die Wirkung ist stets verblüffend, so auch in „Hail Caesar!“. Weiterlesen →

Review Live

Wellness – Tourauftakt im Kölner „Studio 672“

Wellness live im Kölner Studio 672

Köln – Auf den schmalen Betonstufen runter zum legendären Kölner Kellerclub „Studio 672“ drängen sich kurz nach 20 Uhr ungeduldige 20- bis 50-Jährige. 8 € Eintritt, dann Jacke abgeben, das dauert heute Abend länger als sonst.

Denn der Club ist rappelvoll. Mehr als 400 Leute wollen Wellness live. Die Kölner Band, die Anfang der Woche ihr erstes Album „Immer Immer“ veröffentlicht hat, gilt seit ihren Auftritten mit Wanda als neue Hoffnung der deutschsprachigen Indiemusik. Weiterlesen →

Review

The Ritchie Blackmore Story

Ritchie-Blackmore-Story

Ein kleiner Club genialer Gitarristen hat Ende der 1960er Jahre die Rockmusik von britischem Boden aus revolutioniert: Jimi Hendrix, Eric Clapton, Jeff Beck, Jimmy Page und ein Mann in Schwarz namens Ritchie Blackmore.

In Blackmores 70. Lebensjahr erscheint jetzt „The Ritchie Blackmore Story“. In 134 Minuten erteilt der Meister selbst aktuelle Auskunft über seine Stationen bei Deep Purple, Rainbow und Blackmore’s Night. Ehemalige Bandmitglieder wie David Coverdale, Glenn Hughes, Jon Lord, Graham Bonnet und Joe Lynn Turner geben ihre Kommentare dazu. Prominente Journalisten und Bewunderer beschreiben Blackmores Wirkung. Allen voran Joe Satriani, Steve Vai, Brian May, Gene Simmons, Ian Anderson und Steve Lukather. Weiterlesen →

Review

Bebel Gilberto „All In One“

Bildunterschrift

Bebel Gilberto steht wie eine Diva des Rio de Janeiro der 1960er Jahre auf der Bühne. Ihr eleganter Bossa-Gesang umschwirrt von handgemachten Beats und magischen Electronica. Die Inkarnation einer vergangenen Welt.

Ich stoße Kumpel Thomas an. Der nickt nur, ohne den Blick von ihr abzuwenden. Das Live-Erlebnis im Kölner Stadtgarten ist lange her. Das war damals im Jahr 2000, als Bebel Gilberto die Welt mit ihrer Sensation von Album „Tanto Tempo“ überrascht hatte. Jetzt, nach den Alben „Bebel Gilberto“ (2004) und „Momento“ (2007) erscheint ihr viertes exquisites Werk „All In One“. Weiterlesen →

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